Wilhelm Leibl

Wilhelm Maria Hubertus Leibl wird am 23. Oktober 1844 in Köln als Sohn des Domkapellmeisters Carl Leibl und seiner Ehefrau Maria Gertrud Lemper geboren und ist der bedeutendste Vertreter des Realismus in Deutschland. Zunächst absolviert Wilhelm Leibl jedoch eine Lehre als Schlosser und beginnt erst danach sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München. Sein Lehrer ist hier unter anderem Carl Theodor von Piloty.
Im Jahr 1869 besitzt er gemeinsam mit anderen Malern wie Rudolph Hirth du Frênes ein eigenes Atelier in München. Sein Frühwerk steht unter dem starken Einfluss von Gustave Courbet, mit dem er freundschaftlich verbunden ist. Im selben Jahr noch reist Wilhelm Leibl nach Paris und lernt dort Édouard Manet kennen.


In den Jahren 1870-1873 versammelt Wilhelm Leibl den sogenannten Leibl-Kreis um sich, der aus gleichgesinnten Malern besteht. Wichtige Mitglieder sind Wilhelm Trübner, Carl Schuch und Theodor Alt.
Nach Auflösung des Leibl-Kreises zieht er zusammen mit dem Maler Johann Sperl in verschiedene oberbayerische Dörfer und wendet sich in seinen Werken bäuerlichen Szenen zu. Doch Wilhelm Leibl versucht keine ländliche Idylle zu vermitteln, sondern zeigt eine detailreiche, ungeschönte Realität.
1892 wird er zum Professor ernannt, muss jedoch aufgrund seines schweren Herzleidens im Jahr 1900 zur Kur nach Bad Nauheim und Würzburg. In Würzburg stirbt Wilhelm Leibl am 14. Dezember 1900.

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