Vincent van Gogh

Vincent Willem van Gogh wird am 30. März 1853 im holländischen Groot-Zundert als Sohn des Pfarrers Theodorus van Gogh geboren. 1869 beginnt er bei seinem Onkel, einem Kunsthändler in Den Haag, zu arbeiten und sammelt erste Erfahrungen mit zeitgenössischen Kunstwerken. Nach einem kurzen Aufenthalt im Armenviertel von London kehrt er zu seinen Eltern zurück und beginnt ein Theologie-Studium, das er jedoch nach nur einem Jahr abbricht. 1878 beschließt Van Gogh, sich nun vollständig der Malerei zu widmen. Ab 1880 entstehen seine bedeutendsten Werke, die dem Autodidakten zu Lebzeiten jedoch nur geringen Erfolg bescheren. Als 1885 Vincent van Goghs Vater überraschend stirbt, siedelt er nach Paris über und lernt Paul Gauguin kennen. Doch auch in der Pariser Kunstszene stoßen seine Werke kaum auf positive Resonanz und erste psychische Störungen machen sich bemerkbar. Der erfolglose Künstler beginnt schließlich zu trinken und beschließt mit Paul Gauguin in Arles eine Künstlerkolonie zu gründen. Doch bereits nach kurzer Zeit bedroht Van Gogh seinen Freund während eines Streits mit einem Messer und schneidet sich selbst das rechte Ohr ab.

Da er unter immer stärkeren Halluzinationen leidet, lässt sich Van Gogh 1889 freiwillig in eine Nervenheilanstalt einweisen. Innerhalb eines Jahres entstehen hier über 160 Ölgemälde und Zeichnungen. Seine intensivste Schaffensperiode beginnt 1890, als ihn sein Freund Camille Pissarro nach Auvers-sur-Oise einlädt. Im selben Jahr noch schießt sich Vincent van Gogh auf einem Spaziergang selbst in die Brust. Der zu Lebzeiten vollkommen verkannte Maler stirbt am 29. Juli 1890 mit nur 37 Jahren an einer Blutvergiftung.

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