Toulouse Lautrec

Henri Marie Raymond de Toulouse-Lautrec-Monfa wird am 24. November 1864 in Albi geboren und entstammt dem alten Adelsgeschlecht der Grafen von Toulouse. Die nahe Verwandtschaft seiner Eltern führt bei dem Zehnjährigen zum Ausbruch der Erbkrankheit Pyknodysostose, die längere Aufenthalte in Sanatorien nötig macht. Bereits hier macht sich sein künstlerisches Talent in zahlreichen Zeichnungen bemerkbar. Im Alter von 14 Jahren malt Henri Toulouse-Lautrec erste Ölbilder und seine Eltern stimmen einem Studium der Malerei zu. Toulouse-Lautrec zieht die Entwicklung einer eigenen Technik der Ausbildung in verschiedenen Ateliers jedoch vor und wird insbesondere von seinen neuen Freunden, darunter Vincent van Gogh, beeinflusst.


Im Jahr 1885 mietet er sich sein erstes eigenes Atelier und stellt drei Jahre später erstmals seine Werke bei der belgischen Künstlergruppe „Les Vingt“ aus. Ab 1888 wendet er sich den Motiven zu, für die er bis heute bekannt ist: alltägliche Szenen aus dem Pariser Nachtleben, die das besondere Flair der Belle Époque wiederspiegeln. Erste Ausstellungen seiner Werke finden in den Cafés und Restaurants des Montmartre statt, wo er auch seine Auftraggeber kennenlernt. Unter ihnen befindet sich Aristide Bruant, für den Henri Toulouse-Lautrec Plakate und Illustrationen für Zeitschriften anfertigt. Er verschafft hiermit nicht nur der Lithographie zu neuem Aufschwung, sondern entwickelt auch eine ganz neue Technik der Farblithographie für die Plakatherstellung.
Henri Toulouse-Lautrec wendet sich jedoch schließlich dem Alkohol zu. Nach einer erfolgreich absolvierten Entziehungskur 1901 ordnet er sein Werk und kehrt nach Schloss Malromé zurück. Hier malt er sein letztes Bild, „Admiral Viaud“, und stirbt am 09. September 1901 mit nur 36 Jahren.

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