Jacques-Louis David

Jacques-Louis David wird am 30. August 1748 in Paris als Sohn einer Kaufmannsfamilie geboren. Er ist zunächst der Schüler von Joseph-Marie Vien, seine ersten Gemälde sind noch fest im Stil des Rokoko verankert. 1774 erhält Jacques-Louis David den Rom-Preis und begibt sich zusammen mit seinem Lehrer auf eine sechsjährige Romreise. Dort widmet er sich intensiven Studien antiker Plastiken sowie der Werke von Michelangelo und Raffael, und wendet sich nun komplett dem Neoklassizismus zu.

1781 kehrt er nach Paris zurück, um bald darauf als Hofmaler in die Dienste der französischen Königsfamilie zu treten. Im Jahr 1784 entsteht im Auftrag des Königs das Gemälde „Schwur der Horatier“, das beim Publikum eine überwältigende Reaktion hervorruft.
Die Nähe zum französischen Königshaus kann Jacques-Louis David nicht davon abhalten, ein begeisterter Anhänger der Französischen Revolution zu sein und später im Konvent für den Tod des Königs zu stimmen. Der berühmte Historienmaler ist Jakobiner mit Leib und Seele und ein Freund Robespierres. Im Auftrag des Konvents fertigt er 1793 das Gemälde „Der Tod des Marat“ an.
Ab 1804 ist Jacques-Louis David schließlich Hofmaler Napoléons, den er in seinen zahlreichen Gemälden stets verherrlicht. Zu seinen Hauptwerken zählt in dieser Zeit „Napoleon zu Pferde, den St. Bernhard hinansprengend“. 1814 entsteht schließlich das meisterhafte Bild „Madame Récamier“.
Nach dem Sturz Napoléons muss Jacques-Louis David als Königsmörder 1816 ins Exil nach Brüssel. Dort entstehen weitere wichtige Werke, die er in Gent, Brüssel und auch Paris ausstellt. In Brüssel stirbt Jacques-Louis David am 29. Dezember 1825.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 votes, average: 3,00 out of 5)
Loading...Loading...