Hieronymus Bosch

Hieronymus Bosch wird um das Jahr 1450 herum als Jeroen Anthoniszoon van Aken im niederländischen Herzogenbusch geboren. Er entstammt der Malerfamilie van Aken und absolviert wie seine zwei Brüder vermutlich einen großen Teil seiner Malerausbildung in der Werkstatt des Vaters Anthonius van Aken. Hier wird er auch den größten Teil seines Lebens wohnen und arbeiten.
Seine Heirat im Jahr 1481 mit der Patriziertochter Aleyt Goyaert van de Mervenne schenkt ihm dank der reichen Mitgift seiner Braut eine größere Unabhängigkeit. Sieben Jahre später tritt er der religiösen Liebfrauenbruderschaft bei und wird als einziger Maler in den inneren Zirkel aufgenommen, dem sonst nur Personen aus den obersten Schichten der Gesellschaft angehören. Die weitreichenden Kontakte der Bruderschaft zum Hochadel, zur hohen Geistlichkeit und den städtischen Eliten verhilft Hieronymus Bosch zu seinen wichtigsten Auftraggebern. Unter ihnen befindet sich auch Philipp der Schöne, Herzog von Burgund, in dessen Auftrag unter anderem im Jahr 1504 das Altarbild „Jüngstes Gericht“ entsteht. Zu seinen späteren Werken zählen auch die Tryptichen „Der Heuwagen“ und „Der Garten der Lüste“, die den starken Bruch mit der Ikonographie des 15. Jahrhunderts bezeugen. In ihnen ist dagegen deutlich das Symbolhafte, Groteske und Satirische der Werke Hieronymus Boschs zu sehen. Auch König Philipp von Spanien ist von seiner Kunst begeistert und wird ein weiterer berühmter Auftraggeber des niederländischen Malers.


Um 1500 begibt sich Hieronymus Bosch auf eine ein- bis zweijährige Italienreise, bei der er möglicherweise mit den großen Künstlern Giorgiones und Leonardo da Vinci zusammentrifft.
Im August 1516 stirbt Hieronymus Bosch in Herzogenbusch.

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